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Vorlage - DrS/2020/079

Betreff: Sachstandsbericht über die Durchführung des Projektes "Talk about - Sexualität & Gender" von Jungenarbeit Hamburg e.V. in 2019
Status:öffentlichVorlage-Art:Bericht der Verwaltung
Verfasser/in:Giesecke, Jörn
Federführend:Grundsatz- und Koordinierungsangelegenheiten Soziales und Integration Bearbeiter/-in: Schätzer, Jannika
Beratungsfolge:
Sozialausschuss Information ohne Beratung
14.05.2020 
Sitzung des Sozialausschusses    

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

Das Projekt „Talk About – Sexualität & Gender“ wird seit 2017 erfolgreich im Kreis Segeberg durchgeführt (2017 und 2018: DrS/2017/159; 2019: DrS/2018/193,  DrS/2019/005  und DrS/2019/093).

 

Talk About ist eine Veranstaltungsreihe, die sich besonders an junge Geflüchtete wendet. Es soll zu Themen wie Sexualität, Gender, Rechte von Frauen und Männer u.a. aufgeklärt bzw. sich ausgetauscht werden. So soll präventiv gegen sexuelle Verstöße vorgegangen und die Integration gefördert werden.

 

 

Sachstandsbericht 2019:

 

Veranstaltungen in den Kommunen:

 

Norderstedt: Es wurden zwei Veranstaltungen auf Tigrinya durchgeführt. Hier nahmen jeweils 9 Frauen und 9 Männer teil.

 

Kisdorf: Zwei Veranstaltungen auf Kurdisch/Arabisch. Hier nahmen jeweils 8 Frauen und 9 Männer teil. Zwei weitere Veranstaltungen auf Dari/Farsi. Hier nahmen jeweils 21 Frauen und 14 Männer teil.

 

Henstedt-Ulzburg: Eine Veranstaltung auf Russisch. Trotz ausreichender Akquise und Zusagen kamen lediglich 2 Frauen zu der Veranstaltung.

 

Die Männerveranstaltung in Henstedt-Ulzburg wurde abgesagt, weil es hierfür keine Nachfrage gab. Stattdessen gab es einen Bedarf für eine Gruppe kurdisch sprechender männlicher Jugendlicher. Hier wurde in Kooperation mit dem Träger Invia eine Veranstaltung gestaltet, an der 1 Jugendlicher teilnahm. Die anderen Jugendlichen sind trotz Anmeldung nicht erschienen.

 

Veranstaltungen im Berufsbildungszentrum (BBZ) Norderstedt und Bad Segeberg:

 

Am BBZ Norderstedt wurden zweitägige Veranstaltungen für drei DAZ (Deutsch als Zweitsprache) Klassen durchgeführt. Es haben insgesamt 47 Schüler*innen teilgenommen.

 

In dem BBZ Bad Segeberg wurden zweitägige Veranstaltungen ebenfalls in drei DAZ Klassen durchgeführt. Hier haben 82 Schüler*innen teilgenommen.

 

Die Annahme der Veranstaltungen in den Kommunen in 2019 zeigt, dass es nach wie vor eine hohe Nachfrage in den Sprachen Arabisch, Tigrinya, Dari/Farsi und Kurdisch gibt. Das Angebot auf Russisch in Henstedt-Ulzburg wurde geschaffen, weil hier ein entsprechender Bedarf gemeldet wurde. Trotz sorgfältiger Planung und Zusage ist es nicht immer absehbar, ob das Angebot wirklich angenommen wird. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen sollten weitere Veranstaltungen in den Sprachen Arabisch, Tigrinya, Dari/Farsi und Kurdisch durchgeführt werden, weil es hierfür die größte Nachfrage gibt und die Veranstaltungen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit gut angenommen werden.

 

Die Veranstaltungen in den Berufsbildungszentren erreichen immer eine hohe Teilnehmer*innenzahl, weil diese direkt in den DAZ Klassen durchgeführt werden.

 

Weitere Fortführung des Projektes in 2020:

 

Der Veranstalter Jungenarbeit Hamburg e.V hat am 27.01. 2020 ein Angebot bzgl. der weiteren Durchführung in den Berufsbildungszentren vorgelegt. Dieses befand sich in der Prüfung. Im März erfolgte dann eine formlose Interessensbekundung auch in 2020 Veranstaltungen in den Kommunen durchzuführen. Aufgrund der eingetretenen Covid-19 Krise und den damit verbundenen Einschränkungen ist eine zeitnahe Fortsetzung weder in den Berufsbildungszentren noch in den Kommunen möglich. Das Projekt stellt einen wichtigen Baustein für die gleichberechtigte Teilhabe von Migrant*innen dar. Weiter fördert es das Verständnis für die hier geltende Gleichberechtigung und damit verbunden die Erhöhung der integrativen Chancen von Mädchen und Frauen in der Gesellschaft. Durch die gute Vernetzung der Migrant*innen untereinander werden die Erkenntnisse aus den Veranstaltungen auch in die Community getragen. Im Rahmen der derzeitigen Einschränkungen sind viele Unterstützungsangebote und Beteiligungsmöglichkeiten wie Sprachkurse, Unterstützung durch das Ehrenamt, Vereinssport nicht mehr vorhanden Die Menschen sind bis auf telefonische Beratungen vorwiegend auf sich alleine gestellt. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Integration der Menschen in die Gesellschaft, weil diese jetzt vorwiegend innerhalb ihrer eigenen Familienstruktur leben und es nur noch wenige Kontaktmöglichkeiten außerhalb gibt. Damit können auch bisherige Integrationsschritte wieder rückläufig sein. Es wäre gerade in Hinblick auf die Vermittlung der hier geltenden Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen und der Vermeidung von sexualisierter Gewalt sehr wichtig, die Veranstaltungen dann wieder aufzunehmen, sobald es möglich ist. Das Veranstaltungskonzept würde um Hygiene- und Abstandsregelungen ergänzt werden, so dass prognostisch ab September 2020 die ersten Veranstaltungen stattfinden könnten, sofern es mit den dann geltenden  Verhaltensanweisungen und Allgemeinverfügungen vereinbar ist. Der Veranstalter würde hierzu ein neues Preisangebot und die angepasste Konzeption einreichen.

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:

 

 

 


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